Jede Skatenight das Gleiche: Attraktive Männer und Frauen, soweit das Auge reicht.
Und trotzdem bist du immer noch Single. Das muss nicht sein ! Denn bald wirst du sehen, dass es gerade bei Skatenights viel einfacher ist, neue Kontakte zu knüpfen und unaufdringlich zu vertiefen als beispielsweise in der Disco. Die folgenden praxiserprobten Tipps, welche wir von Zeit zu Zeit ergänzen, helfen dir auf die Sprünge.
Aller Anfang ist schwer - auch und ja vielleicht ganz besonders beim Flirten.
Fangen wir also erstmal mit dem Leichtesten an: Der passenden Kleidung. Die Wirkung von figurbetonter Kleidung an einem wohlgeformten Körper brauche ich hier wohl nicht extra zu betonen. Und gegen bauchfreie Tops, kurze Hosen und vor allem diese raffinierten neuen Miniröcke (findest du bei Sportbekleidung unter "Wandern") hat sicherlich auch kein Mann etwas einzuwenden. Aber du kannst noch wesentlich mehr tun, um in der Menge dem Ziel deiner Träume regelrecht "ins Auge zu fallen."
Denn gerade bei großen Menschenansammlungen ist Auffallen das A und O beim Flirten. Und besonders, wenn du schüchtern bist und dich nicht traust, jemand direkt anzusprechen, solltest du deine Chancen optimieren, selbst angesprochen zu werden. Deshalb ist es auch von Vorteil, wenn du dir bei der Auswahl deiner Kleidung zusätzlich die Wirkung von Signalfarben zunutze machst. Mit einem zweifarbigen Shirt (z.B. weiß und pink) fällst du übrigens noch viel mehr auf als wenn du dich auf eine einzige Farbe beschränkst.
Es gibt aber noch weitere, ja vielleicht sogar bessere Möglichkeiten, sich von der Masse abzuheben. Zum Beispiel mit einem ausgeflippten Helm. Da kannst du mal richtig zeigen, was du in puncto Kreativität im wahrsten Sinne des Wortes "drauf hast." Du kannst deinen Helm bemalen, mit Sprühlack, buntem Wachs, vielen Kabelbindern verzieren oder mit letzteren Plüschtiere oder verschiedenfarbig blinkende Lichter darauf befestigen. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Selbstklebendes Klettband eignet sich übrigens auch hervorragend zur Dekorationsbefestigung und sorgt zusätzlich noch für flexiblen Halt. Natürlich kannst du auch deinen Rucksack mit Lichtern und diversen Anhängern verzieren. Aber, wenn du helle bist, dann weißt du, dass ein ausgefallener und mit Beleuchtung versehener Helm den Vorteil hat, dass man dich auch aus einer größeren Distanz gut erkennen kann. Probier es doch einfach mal aus ! Und bald wirst du sehen: Man findet dich damit nicht nur gut sondern auch viel leichter in der Menge wieder. Und darauf kommt es letztendlich an.
Denn auch bei Skatenights kommt es doch eher selten vor, dass man gleich nach den ersten paar Worten Name und Telefonnummer austauscht. Vielmehr läuft es eher so, dass man ein paar nette Worte (z.B. über die ausgeflippte Helmdeko) wechselt oder jemand versehentlich anrempelt, durch Lächeln gegenseitige Sympathie signalisiert, sich dann aber meist vorübergehend erstmal aus den Augen verliert, weil jeder sein eigenes Tempo fährt. Denn alles andere würde einfach viel zu aufdringlich wirken. Der nächste Stop kommt auf jeden Fall. Und dann hat man beim zufälligen Wiedersehen (vorzugsweise ganz vorne am Musikwagen) Gelegenheit, die flüchtige Bekanntschaft zu vertiefen. Wenn dir dann nix einfällt, was du sagen kannst, macht gar nix. Einfach nur anlächeln ! Das reicht oft schon völlig und macht es dem anderen wesentlich einfacher, ein paar nette Worte zu finden, weil es die Angst vor Abweisung nimmt. Man wechselt ein paar unverfängliche Worte, z.B. über den möglichen Grund des Stopps, den Straßenbelag oder einfach nur die Vor- und Nachteile des gegenwärtigen Wetters für das Skaten und in der großen Pause begegnet man sich wiederum ganz zufällig am Getränkewagen wieder. Das ist besonders einfach, wenn man im Zug möglichst weit vorne fährt. Denn dann kann man sein Getränk besonders früh kaufen. Und während man damit ganz lässig in der Nähe des Verpflegungsbusses rumsteht, verpasst man auf keinen Fall die neue Bekanntschaft, wenn die sich ebenfalls was zu Trinken holt. Ein nettes, unaufdringliches "Na, auch Durst ?" - ein Lächeln - und schon ist man bei gegenseitiger Sympathie im Gespräch. Dann kann man sich gemeinsam ein ruhigeres Plätzchen suchen und sich in Ruhe darüber austauschen, wie lange und intensiv man das Skaten schon betreibt. Toll ist es, wenn Männer dabei betonen, dass ihnen die Frau schon öfters bei den Skatenights aufgefallen ist. Denn das gibt der Frau das Gefühl, dass Mann wirklich ernsthaftes Interesse an ihr speziell hat und nicht einfach nur weibliche Bekanntschaft sucht.
Nach der Pause startet man wieder zusammen und kann natürlich auch gerne die restliche Strecke gemeinsam zurücklegen. Meiner Erfahrung nach ist das aber aus verschiedenen Gründen nicht immer einfach. Und deshalb ist es keineswegs als Desinteresse auszulegen, wenn man nicht die ganze Zeit zusammenklebt, sondern sich eventuell allmählich aus den Augen verliert, weil jeder wieder sein Tempo fährt oder möglicherweise einfach nur nicht aufdringlich wirken will. Man kann dem anderen ja noch ein "Dann viel Spaß noch !" und eventuell ein "Wir sehen uns ja sicherlich noch" zurufen, um sicher zu gehen, dass man nicht falsch verstanden wird. Ein fataler Fehler ist es allerdings, wenn man sich dann mit Freunden oder Bekannten des anderen Geschlechts unterhält. Denn wenn der neue Kontakt das beobachtet, zieht er daraus leider meist allzu schnell falsche Schlüsse und denkt, dass er bzw. sie nur eine von vielen Baustellen ist, an denen man gerade baggert. Vereinzelt gibt es noch einige, die durch ein derartiges Verhalten eher noch angespornt werden. Aber die meisten geben auf und ziehen sich zurück. Denn Konkurrenzkampf ist in diesem Sport nunmal nicht jedermanns Sache. Um diese Stolperstelle zu umgehen, gibt es aber einen ganz simplen Trick: Unterhalte dich einfach angeregt mit Bekannten deines Geschlechts ! So kommst du erst gar nicht in Verlegenheit.
Irgendwann kommt der Zug ans Ziel. Und dann ? Mit etwas Glück und Geschick schaffst du es, auf den letzten zwei, drei Kilometern davor den Kontakt zu deiner neuen Bekanntschaft wieder aufzunehmen. Das gelingt dir übrigens am besten und unauffälligsten, wenn du im Zug ziemlich weit vorne fährst und dann einfach dein Tempo etwas drosselst. Früher oder später wird er oder sie neben dir sein. Und du kannst z.B. mit einem anerkennenden "Wow, noch so fit ?" oder "Na, geschafft ?" den Kontakt wieder aufnehmen und bis zum Ziel fortführen. Dort kannst du dann deine neue Bekanntschaft zum Eis einladen. Ein "Jetzt haben wir uns aber ein Eis verdient. Kommst du mit zum Fontanella/Vittoria ?" wirkt unaufdringlich und an der Reaktion wirst du dann schnell sehen, was Sache ist.
Sollte es nicht klappen, dann denk einfach daran: Smile and the word smiles with you ! Und frag einfach eine andere attraktive Person in der Nähe, wann und wo die nächste Skatenight ist, oder was man beachten muss, wenn man sich gute Schuhe kaufen will, oder wie man Rollen wechselt bzw. Lager tauscht! Zwar kannst du das auch alles irgendwo auf dieser Homepage nachlesen (Frag mich bitte nicht "wo?"!). Aber das kannst du ja nicht wissen. Und so eine persönliche Erläuterung hat nunmal auch ihre Vorteile. Wenn du dir die komplizierten Erklärungen nicht so gut merken kannst, weil du beispielsweise blond bist, dann kannst du ja zumindest versuchen, sie dir von der erklärenden Person per Email schicken zu lassen. Das geht natürlich nur, wenn man(n) sich deine Emailadresse gut merken kann. Andernfalls solltest du sie sicherheitshalber nochmal per SMS verschicken.
Willst du etwas schneller zur Sache kommen? Dann kannst du es gerne auch mal damit versuchen: "He du, mein Trikot klebt total, weil ich so verschwitzt bin. Kannst du mir vielleicht beim Ausziehen behilflich sein?" Die Trikotmasche ist allerdings immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Deshalb solltest du vor ihrer Anwendung unbedingt deine Skates (aber bitte, bitte nicht die Socken !) ausziehen.
Willst du mal total im Mittelpunkt stehen und alle Blicke auf dich ziehen? Dann empfehle ich folgendes: Kauf dir nach der nächsten Skatenight drei bis vier Kugeln von dem billigen Eis in der Waffel! Dann verabschiede dich von den umstehenden mit einem netten "Also, dann Tschüss und einen schönen Abend noch !" o.ä., um zu gewährleisten, dass für einen kurzen Moment alle nach dir schauen. Dann fällst du mit dem Eis der Länge nach auf die Planken und möglichst auch auf deine Protektoren. Du wirst staunen, wieviele Leute plötzlich auf dich aufmerksam werden und dir nicht nur helfen wollen, deine Kleidung zu reinigen sondern dir sogar ganz spontan noch ein neues Eis spendieren. Auf jeden Fall erhöhst du mit solchen und ähnlichen kleinen artistischen Einlagen nicht nur schlagartig deinen Bekanntheitsgrad sondern gibst zudem noch jedem einen plausiblen Grund, dich bei der nächsten Skatenight anzusprechen. Allerdings solltest du das Fallen vorher gründlich üben, damit es nicht allzu plump wirkt. Alternativ kannst du mit dem Eis natürlich auch versehentlich in eine andere Person reinfahren. Aber Vorsicht ! Auch das solltest du vorher gut üben. Denn sonst kann das ganz leicht in die Hose gehen.
So, dann wünschen wir dir mal viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren unserer Anregungen.
Von Zeit zu Zeit werden wir diesen Artikel noch mit vielen Extratipps (z.B. für die große Pause oder den Besenbus) ergänzen, die wir zuvor aber noch ausgiebig in der Praxis - allerdings nicht klinisch - testen.
Wenn du mit Hilfe unserer ausgefeilten Strategieen dann endlich den Prinz oder die Prinzessin erobert hast, tut uns aber bitte einen Gefallen:
Fahrt bei der nächsten Skatenight beim Händchenhalten bitte möglichst weit rechts !
Damit die Nicht-Flirter ungehindert an euch vorbeiziehen können.
Denn, wie wir ja alle wissen, kommen die meisten Leute - auch die mit figurbetonter Kleidung und Lichtern am Helm - natürlich
nicht zum Flirten sondern nur aus rein sportlichen Gründen zur Skatenight.
* Wir sind nicht die Bravo - also meinen wir das, was hier steht, nicht bierernst. Aber das ist Euch beim Lesen sicher schon aufgefallen.
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